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Kategorie: Messen

Zu Besuch im Designground Showroom in Seon

Die Marken Sch├Ânbuch, Pulpo, Wittmann, Studio by Mobimex, Acusticpearls, Zomm by Mobimex und Cr├ęation Baumann pr├Ąsentieren sich gemeinsam im Designground haben zu einer in-house Exhibition, einer Hausmesse eingeladen. Am 8. und 9. Oktober 2020 ├Âffneten sie die T├╝ren um bei gem├╝tlichem Beisammensein ihre neuen sowie aktuellen Produkte zu pr├Ąsentieren.

Der Showroom liegt im Herzen der Schweiz, in Seon bei Lenzburg. Ich fand inspirierende Einrichtungsideen und eine grosse Vielfalt an M├Âbel f├╝r Wohn-, Schlaf- und Esszimmer vor. Vom modernen Sofa ├╝ber den klassischen Sessel bis hin zum handverlesenen Dekoartikel waren zu entdecken.
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Designground wurde 2019 er├Âffnet und bietet seitdem herausragende Design-Services an. Als Hersteller setzen sie stets zeitgem├Ąsse Standarts um ihre Kunden moderne und kreative Ideen liefern zu k├Ânnen. Von einer ersten Strategie bis hin zum Endergebnis, stehen sie ihren Kunden w├Ąhrend des gesamten Prozesses, zusammen mit dem Fachhandelspartnern, tatkr├Ąftig zur Seite.

Designground ist ein ├Âffentlicher Showroom der oben aufgef├╝hrten Hersteller. Mit ├╝ber 600 Quadratmeter Ausstellungsfl├Ąche ist Designground aber auch Projektraum, Kreativraum, Veranstaltungsort mit spannenden Workshops und Treffpunkt f├╝r designorientierte Menschen.

Ein herzliches Dankesch├Ân an die Hersteller, f├╝r die sch├Âne Einladung!

Kontakt:

Designground Showroom
Birren 19
5703 Seon, Lenzburg

Tel: +41 56 221 35 50
info@designground.ch
https://www.designground.ch

Bitte vereinbaren Sie einen Termin vor Ihren Besuch!

Wood-Light am Salone del Mobile

LZF an der Euroluce 2017

LZF Lamps oder auch Luzifer Lamps genannt hat sich in ganz besonderer Art dem Material Holz gewidmet. So werden f├╝r diese au├čergew├Âhnlichen Leuchten d├╝nne Holzplatten entsprechend geformt und in atemberaubende Formen gebracht. Zudem erzeugt das Holz der Leuchte eine wunderbar angenehme Atmosph├Ąre. LZF sitzt in Spanien und hat f├╝r seine Leuchten Air den Red Dot Award erhalten. Wunderbar verspielte und einzigartige Leuchten…es gibt keinen Hersteller, der vergleichbare Leuchten herstellt wie LZF…stilvoll eben!

 

Impressionen Giardina 2017

Neue Nat├╝rlichkeit im Garten

2017 steht ganz im Zeichen einer neuen Nat├╝rlichkeit im Garten. Gartengestalter erschaffen mit baulichen Massnahmen, sorgf├Ąltiger Pflanzenwahl und dem Einsatz ausgesuchter Materialien nat├╝rlich anmutende Wohlf├╝hlg├Ąrten, die ein echtes Naturerlebnis bieten. Vielseitige Umsetzungen des grossen Gartentrends, mal architektonisch, mal wild-verspielt, mit Biopools mit Wasser in Trinkqualit├Ąt, als verwunschener Poesie-Garten. Die vielseitigen Interpretationen der besten Gartenbauer des Landes schenken eine F├╝lle an Inspiration f├╝r den eigenen Garten, Terrasse oder Balkon. ┬źIn vielen Lebensbereichen geht heute der Trend hin zu einer Nat├╝rlichkeit, die sich ebenso an der Natur wie an zeitloser ├ästhetik und neuester Technik inspiriert. Die Giardina 2017 fokussiert auf diesen Trend und setzt ihn in einem einzigartigen Gartenspektakel um┬╗, sagt Sebastian Morlock, Exhibition Director der Giardina.

Unikate aus erster Hand

Einen weiteren Glanzpunkt an der diesj├Ąhrigen Giardina bilden hochwertige Unikate und Objekte leidenschaftlicher Handwerkskunst. Traditionsreiche Schweizer Manufakturen sowie Designer und Konstrukteure aus dem nahen Ausland zeigen ihr Schaffen. Liebhaber einzigartiger Produkte finden handgeschmiedete Lampen, wundersch├Âne M├Âbel aus antikem Alpenholz oder Lavastein, ein St├╝ck Ingenieurkunst in Form einer Wasserraduhr, sagenhafte Skulpturen oder Holzobjekte die gleichzeitig Sitzgelegenheit, Spielburg und Blickfang im Garten sind. Die Auswahl an Produkten die im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon stimmungsvolle Akzente setzen ist gross und vielseitig und inspirierend.

 

GARTEN DER POESIE
Unter dem Motto ┬źGarten der Poesie┬╗ kreiert Kobel Gartengestaltung gemeinsam mit dem Baumretter Ueli Lamprecht f├╝r die Giardina 2017 einen Literaturgarten. Mit einer einzigartigen B├╝chermauer, einem Lesewagen und vor Ort stattfindenden Lesungen entf├╝hrt Kobel nicht nur in einen nat├╝rlich gestalteten Garten,┬á sondern in eine andere Welt. Autoren des Magazins „Reportagen“ werden in 10-Min├╝tigen Lesungen ihre spannenden Reportagen aus der ganzen Welt vorstellen.
Kobel Gartengestaltung + Lamprecht Baumschule

COCOONING NATURE
Berger Gartenbau mit ihrem Landschaftsarchitekten Brian Wiss und Interior Designerin Nicole Hoch von Livingdreams entf├╝hren die Giardina-Besucher in einen verwunschenen, nat├╝rlich anmutenden Garten. Ein Weidenhaus von Flechtart, grossformatige Sandsteinplatten, ein Dschungel aus H├Ąngepflanzen und fallendem Wasser f├╝gen sich mit riesigen Stofflampions von Livingdreams zu einem faszinierenden Ganzen zusammen.
Berger Gartenbau + Landschaftsarchitekt Brian Wiss + Interior Designerin
Nicole Hoch von Livingdreams

WO SONST, WENN NICHT HIER…
Die Ostschweizer Gartenbauer Egli Gr├╝n laden an der Giardina 2017 in ihren Lebensgarten ein, dessen Augapfel ein Fels bildet, der direkt vom Gneiss-Steinbruch im Calancatal (GR) an die Giardina eskortiert und wo er als eine einzigartige Grill- und Kochstelle das Herzst├╝ck des Schaugartens bildet. Wer sich in dieses einzigartige St├╝ck Handwerkskunst verliebt, kann das Unikat vor Ort erwerben.
Egli Gr├╝n + Alfredo Polti + Bernhard Baumschulen + Chromtech-AI

STADTFRISCHE – VOM HINTERHOF ZUM HOFGARTEN
Winkler Richard Naturg├Ąrten zeigt an der Giardina 2017, wie sich ein Hinterhof in einen Hofgarten verwandeln kann. Mit unterschiedlichen Gartenzimmern, die ├╝ppig mit einheimischen Geh├Âlzen und Stauden bepflanzt sind. Und selbst ein Schwimmteich findet dort seinen Platz.┬áSie erhielten mit dem Projekt den Giardina GOLD Award f├╝r ihren Schaugarten. Der Giardina Award ist die wichtigste Auszeichnung der Schweizer Garten-Branche.
Winkler Richard Naturg├Ąrten

„Das Haus“: Trends von morgen an der imm Cologne 2017

Auf der Suche nach neuen Formen des offenen Wohnens

Zum sechsten Mal entwickelt ein Designer f├╝r die K├Âlner M├Âbelmesse ein Wohnkonzept der Zukunft. Der New Yorker Produktdesigner Todd Bracher durfte dieses Jahr als Guest of Honor die Installation „Das Haus“ f├╝r die imm cologne gestalten. Todd Bracher ┬ágilt als eine der f├╝hrenden Pers├Ânlichkeiten der jungen amerikanischen Designszene. Er arbeitet von seinem Studio in Brooklyn aus mit f├╝hrenden Designmarken in aller Welt zusammen. „Das Haus“ pr├Ąsentiert sich auf dem rund 200 qm gro├čen Areal in der angesagten ÔÇ×Pure EditionsÔÇť-Halle 2.2. Ein begehbares, quasi bewohnbares Haus, samt M├Âblierung und kompletter Ausstattung mit Trends und Wohnvisionen zum Anfassen. Unter einem schwebenden Dach stehen zwei ineinandergreifende, ga╠łnzlich unterschiedliche Ko╠łrper. Ein gro├čer, von Regal-Wa╠łnden gebildeter Raum mit halbtransparenter Hu╠łlle sowie ein schwarzer Wu╠łrfel, u╠łber dem ein mondhell leuchtender Ball zu stehen scheint. Ein neues 3-Zimmer-Ku╠łche-Diele-Bad Konzept. Eine Vision von ineinander u╠łbergehender Zonen: Eine der Versorgung, eine der Erholung und eine der Hygiene. Zeitgema╠ł├če Formen fu╠łr zeitgeno╠łssisches Leben.

https://www.facebook.com/immcologne/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

Denkexperiment über den Lifestyle der Zukunft

Als traumhaft kann man im gewissen Sinne auch ÔÇ× Das HausÔÇť bezeichnen. ÔÇ×Es ist eine Art DenkexperimentÔÇť, sagt Todd Bracher, der sich als Essenzialist bezeichnet. ÔÇ×In meinen Entw├╝rfen lasse ich alles weg, was ├╝berfl├╝ssig ist und bewahre aber auch alles, was n├Âtig ist. Meine Objekte m├╝ssen ehrlich und nat├╝rlich seinÔÇť, sagt er. Ein Tisch ist bei ihm ein Tisch mit vier Beinen und einer Platte obendrauf. Zur Ern├Ąhrung geh├Âren auch Regale mit B├╝chern, damit man sein Hirn mit Wissen f├╝ttern kann. Dieser Philosophie entsprechend, hat Todd Bracher die Lebensr├Ąume ganz neu gestaltet. ÔÇ×Unsere Konventionen in Sachen Wohnen sind schon sehr alt. Brauchen wir etwa wirklich ein Zimmer allein f├╝rs Schlafen, mit Bett, zwei Tischchen und Lampen drauf?ÔÇť Es gibt einen Raum, in dem man Nahrung und Wissen aufnimmt, eine Art begehbare┬á (h├Âlzerne) Bibliothek der Dinge. Au├čerdem einen Raum f├╝r Entspannung und Stille (ein schwarzer, sehr sinnlicher Raum in einem schwarzen Kubus) und einen Raum f├╝r Hygiene au├čerhalb des Hauses, versehen┬á mit einer schlichten Duschvorrichtung und B├Ąnkchen auf einem lebensechten, steinigen Untergrund.┬áDie Hygiene findet vor der T├╝r statt. So soll der Mensch beim Duschen zur├╝ck zur Natur finden. Bracher nennt die drei Bereiche „multifunktionale Zonen“. Radikal, dieser Ansatz! Aber ein guter Ausgangspunkt, um weiter ├╝ber den Lifestyle der Zukunft nachzudenken!

Das Wohnen in seine Elemente zerlegen und neu zusammenfu╠łgen

Fu╠łr Designer Todd Bracher ist ÔÇťDas Haus ÔÇŁ eine Gelegenheit, die tradierte Vorstellung vom zeitgeno╠łssischen Wohnen zu hinterfragen. Denn es sind genau solche Fragen, die ihn bei der Entwicklung seines enorm vielseitigen Arbeitsspektrums vom Produktdesign u╠łber die Markenerneuerung bis zum strategischen Design umtreiben. Das Design-Event der imm Cologne bietet ihm nun die ideale Plattform fu╠łr Experimente ohne kommerzielle Beschra╠łnkungen. ÔÇťDas Haus 2017ÔÇŁ schenkt den Besuchern der internationalen Einrichtungsmesse daher spannende Einblicke u╠łber die enge Verbindung von Wohnen und Leben. Das Zuhause stellt eine elementare Synthese aus Bedu╠łrfnissen und Funktionen dar, ganz darauf abgestimmt, seine Bewohner in ihrem Alltagsleben und in ihrer Entwicklung zu unterstu╠łtzen. Im ganzheitlichen Projekt, dass sowohl Architektur als auch Interior- und Produkt-Design umfasst, verfolgt der Designer konsequent seinen klassischen Gestaltungsansatz: Komplexita╠łt auf ihre einfachsten Elemente und Funktionen zu reduzieren. ÔÇ×Warum wa╠łhlen wir einen bestimmten Lebensstil?ÔÇť, fragt der heute 41-Ja╠łhrige, und ku╠łndigt an: ÔÇ×Wir werden die Vorstellung davon, was zeitgeno╠łssisches Wohnen ausmacht, infrage stellen, indem wir die Grundlagen u╠łberdenken, die das Heim definieren und uns ansehen, ob sie den Anforderungen der heutigen Welt entsprechend ausgelegt sind.ÔÇť

Todd Bracher ÔÇô Analyst, Minimalist, U╠łbersetzer

Todd Bracher gilt als eine der fu╠łhrenden Perso╠łnlichkeiten der amerikanischen Designszene. 1974 als Sohn eines Tischlers in New York geboren, absolvierte er hier sein Designstudium am renommierten Pratt Institute. Zwischen seinem Abschluss und der Gru╠łndung eines eigenen Studios liegt eine wohl einmalige Reise durch die unterschiedlichen Kulturen und Designtraditionen: An der Da╠łnischen Designschule in Kopenhagen ab- solvierte er einen Masterstudiengang im Fachbereich Design, u╠łber Stationen in Mailand, Paris sowie bei Tom Dixon in London war er unter anderem als Design-Professor am LÔÇÖESAD in Reims und Art Director der da╠łnischen Luxus- marke Georg Jensen ta╠łtig, bevor er sich 2007 wieder in New York niederlie├č und die Entwicklung seines eigenen Studios in Brooklyn vorantrieb. Von hier aus arbeitet er mit fu╠łhrenden Designmarken in aller Welt zusammen, unter anderem mit Cappellini, Fritz Hansen, Herman Miller, Humanscale, Issey Miyake, Swarovski, Zanotta oder 3M.

 

Der volle Mond u╠łber Ko╠łln: Bracher’s Gedanken und Erkl├Ąhrungen zu seinem „Das Haus“

Interview: Claudia Wanninger – Pressemappe imm 2017

Was bedeutet ein Projekt wie ÔÇ×Das HausÔÇť fu╠łr Sie, Todd?

Es ist eigentlich sehr viel mehr als nur ein Haus oder ein Konzept. Fu╠łr mich ist es eine Mo╠łglichkeit, meinen eigenen Entwurfsprozess und die Mo╠łglichkeiten von Design zu u╠łberpru╠łfen, ohne mich auf marktga╠łngige Lo╠łsungen fokussieren zu mu╠łssen. Diese Freiheit ist ja auch eine Art Herausforderung. Das ist das Eine. Der offensichtlich weit interessantere Teil ist der, diesen Pavillon zu gestalten und den Besuchern in diesem Experiment unsere Ge- danken nachvollziehbar zu machen. Eine Erinnerung zu gestalten, einen Moment zu schaffen, an den sie sich erinnern ko╠łnnen.

Wie sind Sie die Sache angegangen?

Wir haben uns angeschaut wie die Leute leben. Dabei haben wir als Amerikaner natu╠łrlich besonders die westliche Wohnkultur im Blick gehabt. Mein Eindruck ist, dass wir langsam zu der in Europa immer beliebter werdenden offenen Wohnkultur aufschliessen. In Amerika ist die Tradition der klassischen Raumabfolge mit Blick von der Ku╠łche u╠łber das Wohnzimmer in einen weitere Raum, und sei es nach drau├čen, noch sehr lebendig. Aber wie geht es weiter, jetzt, da wir uns von der Idee segmentierter, unabha╠łngiger Ra╠łume hin zu einem eher offenen Raum, zu einem offeneren Wohnen bewegt haben? Was kommt als Na╠łchstes, wenn wir diese offene Wohnform weiterverfolgen?

Dabei glauben wir in Europa, mit der Loft-artigen Wohnung einem amerikanischen Vorbild nachzueifern!

Ja, aber das Loft ist eigentlich eine sehr trendorientierte Wohnform, die sozialen Aufstieg signalisieren soll. Also eher eine Wohnsozialisation als eine Wohnkultur. Es gibt sicherlich typisch amerikanische Wohnformen, aber dennoch la╠łsst es sich schwer sagen, was das eigentlich ist. Die Kontraste innerhalb der USA, zwischen Sta╠łdten wie New York und Oklahoma, zwischen Stadt und Land, sind einfach zu gro├č, und es gibt eigentlich keine origina╠łre Methodenlehre hierzu, was auch fu╠łr das Design in Amerika problematisch ist. Es ist schwer zu definieren, was das Zuhause ausmacht. In New York zum Beispiel, wo ich herkomme, gibt es so etwas wie ein Esszimmer gar nicht, dafu╠łr ist der Raum zu knapp und zu teuer. Dafu╠łr gibt es 1.000 Restaurants direkt vor der Tu╠łr. Also lebst du mehr┬áauf der Stra├če, in der O╠łffentlichkeit, als zuhause. In anderen Gegenden ist es genau umgekehrt: Die Menschen verlassen ihr Haus so wenig wie mo╠łglich und sind dafu╠łr ausgesprochen gastlich. Die Infrastruktur formt hier die Wohnkultur.

Was bedeutet das fu╠łr Ihr Das Haus-Konzept?

Es ist doch so, dass in Europa vielleicht sogar h├Ąufiger noch als in Amerika, in alten Ha╠łusern gelebt wird. H├Ąuser die in Bezug auf Raumzuschnitt, Ausstattung und ┬áBedu╠łrfnissen entsprechend geplant wurden, die nicht mehr die unseren sind. Bei „Das Haus“ haben wir uns gefragt, wie ein Zuhause aussehen ko╠łnnte, das unseren jetzigen kulturellen Bedu╠łrfnissen entspricht. Denn, mal ehrlich, was tun wir schon, um unsere Lebensgewohnheiten und unsere Wohnformen den heutigen Anforderungen anzupassen? Nichts. In den Sta╠łdten entwickeln sich vielleicht deshalb immer wieder Lo╠łsungsangebote, um zu kompensieren, was wir eigentlich vermissen, und die Menschen gehen in die Bar, ins Fitness-Studio oder ins Spa.

Sehen Sie in „Das Haus“ einen mo╠łglichen Weg, den Menschen andere Lebensweisen aufzuzeigen?

Zum Teil ja. Andererseits ist es ja nur eine Idee, ein Konzept. Es ist kein konkreter Vorschlag, wie man leben sollte, sondern nur eine Einladung, unsere Vorstellung vom Wohnen zu hinterfragen, neu zu denken. Ich hoffe einfach, dass die Besucher mit der Erfahrung nach Hause gehen, dass man auch anders wohnen und leben kann, und dass sie dann zu einer eigenen Entscheidung finden.

Das ist sicherlich die Grundidee des Projekts, das jeder Ihrer Vorga╠łnger auf seine Weise mit Leben gefu╠łllt hat. Aber was macht Ihr Haus besonders?

Die Richtung, in der wir die Zonen verwischen, ist sicherlich ungewo╠łhnlich. Wir haben das Zuhause nicht als physischen Raum aufgefasst, sondern eher als philosophischen oder psychologischen Raum. Bei unserer Haus-Version haben wir all das vermischt, um den physischen Raum als psychologischen Raum erfahrbar zu machen. Das Haus besteht im Grunde nur aus drei Ra╠łumen: einer dient der Versorgung bzw. der Erna╠łhrung, einer der Erholung und der letzte der Hygiene.

Der gro╠ł├čte der drei Ra╠łume ist der Versorgung gewidmet. Wird damit die Funktion der Wohnku╠łche aufgewertet?

Mit Versorgung ist nicht nur die Erna╠łhrung im Sinne von Kochen und Essen gemeint. Der Gedanke eines von der Bibliothek getrennten Essplatzes scheint mir merkwu╠łrdig, denn schlie├člich dienen sie doch beide der Versorgung mit Nahrung ÔÇô Nahrung fu╠łr den Ko╠łrper und fu╠łr den Geist. Warum sollten wir fu╠łr das Konsumieren von Nahrung zwei getrennte Ra╠łume haben? Das ist natu╠łrlich vor allem eine konzeptionelle Fragestellung u╠łber unsere Art zu leben, nach dem Motto: Was wa╠łre, wenn wir die Art und Weise, Wissen und Nahrung aufzunehmen, physisch verbinden? Wir verwischen die Trennlinien und schauen, ob es Sinn macht.

Bei Louise Campbell waren Ku╠łche und Tisch Ra╠łume fu╠łr Aktivita╠łt, bei Sebastian Herkner Orte der Geselligkeit und Sinnlichkeit. Was passiert im zentralen Raum von Ihrem Haus?

Es geht mehr um Rituale, um das Wohnen mit fast zeremoniellem Charakter. Natu╠łrlich sollte Essen etwas Scho╠łnes sein. Aber auch die Aufnahme oder der Genuss von Informationen ko╠łnnte etwas wirklich Scho╠łnes sein. Dabei stelle ich mir eine Bibliothek vor, die weniger aus Bu╠łchern besteht als aus realen Dingen ÔÇô also keine Bu╠łcher u╠łber Vo╠łgel, sondern Vo╠łgel selbst, um sie anschauen, anfassen und begreifen zu ko╠łnnen.

Auch ein sehr sinnlicher Aspekt. Wie ko╠łnnte das in Ihrem Haus aussehen?

Es geht mir um Beru╠łhrung, um Realita╠łt. Unsere Wohnung ist immer auch eine Art Filter. Wir bestimmen, was wir hinein- und an uns heranlassen. Die Informationen, die wir hier sammeln, haben Einfluss auf Verstand und Ko╠łr- per, auf unsere Bildung, aber auch auf die Seele und den Geist. Es ko╠łnnen religio╠łse Gegensta╠łnde sein oder ganz perso╠łnliche Dinge, etwas, das man selbst gemacht hat oder Basteleien der Kinder, Geschenke und Erinnerungs- stu╠łcke, die einen solchen Raum ausmachen. In Das Haus werden solche Dinge genauso pra╠łsentiert wie das Essen, denn beides braucht man zum U╠łberleben. Sie lassen uns wachsen und lernen und sind Teil desselben Systems. Sie geho╠łren, intellektuell gesehen, alle auf ein und denselben Tisch.

Dann ist Das Haus fu╠łr Sie also ein Ort, um mit allen Sinnen aufzunehmen?

Ja, und die Fla╠łche in der Mitte dient dazu, all diese Dinge zu sich zu nehmen und mit ihnen zu interagieren und die Grenzen zwischen ihnen zu verwischen. Essen und Lesen, Kochen und Lernen…das passiert nicht o╠łrtlich und zeitlich getrennt, sondern organisch. In „Das Haus“ existiert das alles nebeneinander.

Ist die Versorgungszone auch deshalb nach au├čen so transparent gestaltet?

Wir wollen die Versorgungsstruktur nicht vom Rest der Welt abschneiden, sondern eine Durchla╠łssigkeit zu den umgebenden Ausstellungen schaffen. Darum umspannen wir die Regalartige Geba╠łudestruktur in dieser Zone mit einer Art Haut, einem textilen Gewebe aus Kunstfaser. Die Durchsichtigkeit ersetzt die Fenster, die wir hier nicht haben. Damit bekommen wir nicht nur einen scho╠łnen Kontrast zur Erholungszone, sondern fragen auch, was eine Wohnung ausmacht: Ist es wirklich nur reingehen, abschlie├čen und sich von der Au├čenwelt abschotten?

Aber wenn Sie die Wand an sich hinterfragen, ist es dann u╠łberhaupt noch ein Haus?

Das ist bei einem solchen Projekt ja gerade das Scho╠łne, das man hier darf, was bei einem realen Haus undenkbar wa╠łre. Ich glaube, wir alle mo╠łgen die Vorstellung, an einem Ort zu leben, der ein reales Haus sein ko╠łnnte und gleichzeitig ein Fantasie-Geba╠łude. Und genau da befindet sich Das Haus: irgendwo dazwischen.

Und das Dach?

Auch das muss hier nicht wirklich wetterfest sein. Hier ist es eher eine selbsta╠łndige Struktur, die nicht, was sonst die Aufgabe eines Daches ist, als Barriere zum Himmel wahrgenommen werden soll. Es wirkt vielmehr wie eine Haut, die u╠łber den Ra╠łumen ruht. Wie ein ultraleichtes, weiches Segel, das u╠łber dem Haus schwebt, mehr gefu╠łhltes Beha╠łltnis als starre Struktur. Der Raum fu╠łr die Erholung wirkt mit seinen schwarzen Wa╠łnden im Vergleich zur Versorgungszone geschlossen, fast hermetisch. Warum? Ich glaube, man will nicht nur aktiv sein, sondern sich auch mal woanders hinsetzen. Es gibt keine geschlossene Wand zur Versorgungszone; wir haben den Raum fu╠łr die Erholung einfach nur als gro├če schwarze Box gestaltet, die sich etwas versetzt daran anschlie├čt. Fu╠łr mich liegt etwas sehr Scho╠łnes darin, komplett vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein ÔÇô allein. Um dieses Gefu╠łhl zu versta╠łrken, lassen wir einen Mond u╠łber den Ko╠łpfen der Besucher schweben. Vielleicht gleicht er morgens und tagsu╠łber auch mehr einer Sonne. Damit transportieren wir gleichsam etwas von au├čen nach innen. Ein weicher Ball aus Licht als einzige Lichtquelle, einen Mond, wie man ihn sehen wu╠łrde, wa╠łre man drau├čen ganz allein unter dem Nachthimmel, wo es ja auch kein anderes Licht gibt.

Fast zu schade fu╠łr ein Schlafzimmer, oder?

Wir denken bei einem Ruheraum eigentlich nur an ein Schlafzimmer, aber was wir heute eigentlich brauchen, ist Erholung, nicht nur Schlaf. Was bedeutet das? Wir brauchen einen Platz fu╠łr Tagtra╠łume, einen Ort, an den wir gehen ko╠łnnen, um zu denken, vielleicht auch um zu meditieren. Aber dafu╠łr brauchen wir nicht nur ein Bett, sondern verschiedene Arten von Mo╠łbeln. Deshalb werden wir bestimmt ein Dutzend unterschiedliche Mo╠łbeltypen integrieren. Da wird es doch erst richtig interessant, wenn Mo╠łbel unterschiedliche Arten von Aktivita╠łten unterstu╠łtzen und Lo╠łsungen anbieten fu╠łr Bedu╠łrfnisse unserer Zeit.

Und die dritte Zone?

Wir wollten die Idee ausprobieren, den Raum fu╠łr Hygiene, in dem man sich wa╠łscht, nach au├čen zu legen. Die Vorstellung, drau├čen in der Natur zu duschen, hat etwas sehr Scho╠łnes. Also warum sollte man reingehen, wenn das Wasser doch ein so organisches, natu╠łrliches Element ist. Das emotionale Erlebnis erscheint uns drau├čen weit interessanter, als wenn es in einer a╠łsthetischen, menschen- gemachten Struktur stattfindet. Werden wir auch einige perso╠łnliche Dinge von Ihnen in Das Haus sehen? Bestimmt. Ich denke, alles in dem Raum wird fu╠łr mich eine Bedeutung haben. Das ist fu╠łr die Besucher natu╠łrlich auch interessant, weil sie dadurch eine andere Perspektive kennenlernen. So wie ich es auch toll fa╠łnde, irgendwo hineinzugehen und die Designwelt eines anderen zu sehen.

 

 

 

 

 

 

Impressionen Cersaie – Bologna 2016

INTERNATIONALE FACHAUSSTELLUNG F├ťR KERAMIKFLIESEN UND BADEZIMMERAUSSTATTUNG

Sie z├Ąhlt zu den wichtigsten Fachmessen der Welt: die ÔÇ×CersaieÔÇť in Bologna. Wie zu einem grossen Mosaik kommen allj├Ąhrlich die f├╝hrenden Hersteller von Keramikfliesen und Badezimmereinrichtungen in Bologna auf der Cersaie Messe zusammen und treffen Architekten, Innenarchitekten und andere Planer auf der Jagd nach Inspiration. Doch die Veranstaltung ist weit mehr als nur eine Industriemesse im herk├Âmmlichen Sinn. Architekten und Designer haben f├╝r „Cersaie“ ein wahrlich k├╝nstlerisches Image geschaffen, wo man die neusten Produkte und Bad-Trends findet. Die Aussteller sch├Âpfen aus dem Vollen und liefern Grosse St├Ąnde und Statements. Auf einer Fl├Ąche von insgesamt 166.000m┬▓ finden sich hier jedes Jahr namhafte Aussteller, um die neuesten Produkte aus den Bereichen Keramik und Bad-Design vorzustellen. Seit 2014 steht au├čerdem Ausstellern aus den Fachbereichen Naturstein und Holz die T├╝re offen.

Treibende Kraft bei der organisatorischen Umsetzung der Cersaie ist EDI.CER., bei denen es sich um einen erfahrenen Organisator handelt, der bereits seit etlichen Jahren den reibungslosen Verlauf dieser Messe sicherstellt. So haben sie auch in diesem Jahr daf├╝r gesorgt, dass sich hochinteressante Aussteller einfinden, die die neuesten Trends und Produkte pr├Ąsentieren. Seit vielen Jahren schon besch├Ąftigt sich das Unternehmen schwerpunktm├Ą├čig mit der Keramikindustrie sowie dem Keramikgewerbe, so dass sie als Insider f├╝r eine interessante Messeveranstaltung sorgen.┬áHier ein paar Eindr├╝cke der Bolognia Messe…