Home » Erste Frühlingsboten

Erste Frühlingsboten

Nach einem langen, kalten Winter erwacht langsam die Natur aus dem Winterschlaf. Genug mit Dunkelheit und Kälte, der Frühling kommt! Die ersten Frühlingsboten recken ihre Köpfe Richtung Sonne und beschenken uns mit viel Farbe und Heiterkeit. Zeit um unser Home frühlingsfitt zu machen: Aufräumen, Licht herein lassen und üppige Frühlings-Sträusse in der Wohnung platzieren. Ob Tulpen oder Kirschzweige, alle sind sie schön. Gerade Frühjahrsblumen duften stark, da sie Insekten zur Bestäubung anlocken sollen und das erfrischt die ganze Wohnung.

Die Tulpe

Eine der beliebtesten Frühlingsblumen überhaupt ist die Tulpe (Tulipa). 5000 verschiedene Sorten sind bekannt. Je nach Art treibt die Tulpe zwischen März und Mai ihre glockenförmigen Blüten aus der Zwiebel. Ihre Blütenfarbe variiert von weiß, gelb, orange, rosa, rot über blau bis schwarz. Die Blütenblätter können geflammt und gefedert sein. Nirgendwo ist sie so zum Sinnbild eines Landes geworden wie in Holland. Über 80 Prozent der verkauften Tulpen stammen von holländischen Züchtern.

Heimat der Tulpe: Ein langer Weg aus dem Orient

Als Heimat der Tulpen gilt Mittel- und Zentralasien. Aus Vorderasien kommend, erreichte die Tulpe als wilde Steppenpflanze entlang der Handelsrouten das Osmanische Reich. Verschenkte man die in Persien wild wachsende Tulpe, so galt das als eine Art Liebeserklärung. Von dort kam sie in die Türkei, wo sie heiß begehrt und sogar auf vielen Kleidern als Stickerei zu sehen war. Aus der wilden Zwiebelblume wurden ab 1520 in der Türkei zahlreiche neue Tulpensorten gezüchtet. Die Tulpenära begann unter Sultan Suleiman II., der angeblich seinen Palast, das Serail, mit so vielen Tulpen hat schmücken lassen, dass sein Volk ihn Palast der Tulpen und der Tränen nannte.Bis heute gilt sie in der Türkei als Nationalblume sowie als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit.

Wie die Tulpe zu ihrem Namen kam

In Mitteleuropa wurde sie durch Ogier Ghiselin de Busbecq, den Gesandten Kaiser Ferdinands I., bekannt. Er nannte sie in einem Brief „tulipa turcarum“, „Tulpe der Türken“. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers verwechselte er den eigentlichen Namen der Blume, die im Türkischen „Lale“ heißt, mit der türkischen Bezeichnung für ihre turbanähnliche Blütenform „Tülbent“, woraus die Bezeichnung Tulpe entstand.