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Frühlings-Osterkranz

Der Osterhase und seine Herkunft

Der Osterhase ist ein beliebtes Symbol und zugleich populärer Brauch zu Ostern, der vor allem von Kindern in Verbindung mit dem Eierfärben und Ostereier verstecken und suchen (am Ostersonntag) in Verbindung steht. Der Osterhase ist also demnach der Zuständige „Eierbringer und Verstecker“. Aber warum und woher kommt das Motiv des Hasen (das Kaninchen) als Symbol für Ostern?

Was nun ausgerechnet der Hase im Osterbrauchtum zu tun hat, und wie er zu seiner saisonalen Funktion kam, ist eine Frage, die die Kulturgeschichte nach wie vor nicht eindeutig geklärt hat. Allerdings erzählten sich schon unsere Vorfahren im 17. Jahrhundert, dass der Hase die Ostereier lege und in den Gärten verstecke. Eine häufige Erklärung ist, dass die sonst scheuen Feldhasen gerade um die Osterzeit besonders häufig die Nähe des Menschen aufsuchten, dies allerdings, weil sie ausgehungert waren und sich zur Nahrungssuche in den Bauerngärten umschauen wollten. Auffällig war auch das Verhalten der Tiere. Sie verharren gerne lange und unbeweglich in einer Mulde, bevor sie bei Gefahr plötzlich davon hoppeln. Für frühe Hobby-Zoologen: Ein eindeutiger Hinweis, dass sie in der Zwischenzeit mit dem Eierlegen zu tun hatten.

Der Osterhase hat erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts frühere Überbringer der Ostereier weitestgehend verdrängt. Vor noch gar nicht all zu langer Zeit war in einigen Teilen der Schweiz, der Kuckuck als Eierlieferant, in Westfalen der Osterfuchs und in Thüringen der Storch, sowie in Böhmen der Hahn für die Ostereier zuständig.